Sie
sah nach draußen. Es goss wie aus Kübeln. Ausgerechnet heute, als
sie Kirschen pflücken wollte. Ihre Freundinnen hatten sich mit ihr
verabredet. Es war ein schöner Sommertag, bis vor einer viertel
Stunde. Sie ging ins Bad und fing an sich die Haare zu bürsten. Er
war doch so schön, dieser Tag. Sie ärgerte sich so über den Regen.
Wieso muss immer so etwas passieren, wenn ich etwas vor habe? Ihr
Vater kam zur Tür herein und fragte, ob sie ausgehe, doch sie
verneinte. Ihr Vater fragte daraufhin, weshalb sie sich die Haare
kämme. Einfach so, entgegnete sie.
Ein wenig später fing es auch noch
an zu gewittern. Immer wenn ich etwas vorhabe. Immer. Wieso passiert
das nur? Sie war außer sich vor Verzweiflung. Auf einmal klingelte
das Telefon und sie hob ab. Ein kalter Schauer lief ihr über den
Rücken als sie die schrecklich vertraute Stimme ihrer verstorbenen
Mutter hörte. Sei nicht traurig, mein Kind, die Sonne kommt wieder.
Deine Freundinnen laufen dir nicht weg. Kann das sein? Spricht
wirklich gerade meine Mutter mit mir oder schlafe ich? Die Stimme
fing wieder an zu sprechen und mir gefror das Blut in den Adern. Das
konnte nicht sein.
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